Zahnreinigung bei Haustieren: Die häufigsten Fehler

 

Zähneputzen ist was für Menschen

Zahnreinigung bei Haustieren ist wichtig

Bildquelle: © Verbindung Deutscher Tierfreunde e.V.

Aus dem Biofilm auf den Zähen, dem Plaque, entsteht auch bei unseren geliebten Haustieren Zahnstein. Dieser sorgt für Mundgeruch bei Katzen als auch Hunden. Aber was können Sie dagegen machen? Zähneputzen! Mit viel Übung vom Welpenalter an funktioniert das auch wunderbar und es schützt vor Zahnstein und weiteren Folgen davon.

 

Filzbälle sind das perfekte Hundespielzeug

Durch die Filzoberfläche der Bälle bleibt dort Sand und kleine Steine hängen, dies wirkt dann wie ein Nagelpfeile und die Zähne nutzen sich ab. Dies ist für den Hund sehr schmerzhaft und kann für das Absterben der Zähne sorgen. Lieber spielen Sie mit für Hunden sehr gut geeigneten Hartgummibällen.

 

Zahnfrakturen erst behandeln beim Auftreten von Symptomen

Typische Anzeichen für Zahnfrakturen, ähnlich wie beim Menschen sind Schwellung im Maulbereich, geringe Vitalität, einseitiges Kauen und aggressives Verhalten beim Abtasten des Maulbereiches. Frakturen sind mit Schmerzen verbunden und sollten deshalb sofort vom Arzt behandelt werden. Bei nicht sofortiger Behandlung können auch die Kosten hierfür gravierender ausfallen, so kann aus einer Erhaltung eine Wurzelbehandlung werden.

 

Milchzähne fallen irgendwann alle aus

Fällt ein Milchzahn nicht aus blockiert er den Platz für den neuen Zahn, diese nehmen sich gegenseitig den Platz, so kann es zu Fehlstellungen kommen. Sehr schnell führt das zu Schmerzen, da die Zähne in das Zahnfleisch drücken. Sollte dies der Fall sein suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf und lassen Sie den Milchzahn unter Narkose entfernen.

 

Narkose bei alten Tieren

Eine Narkose ist in keinem Aspekt, bei richtiger Ausführung, schädlicher für ältere Tiere. Falls bei Ihrem Haustier ein akutes gesundheitliches Problem vorliegt verweigern Sie nicht die Behandlung aufgrund der Narkose. Eine unbehandelte Krankheit ist meist qualvoller als eine angewandte Narkose.

 

Knochen sind gut für die Zahnhygiene

Zahnfrakturen und Steinkot sind Nebenwirkungen vom übermäßigen füttern von Knochen. Steinkot ist der abgesonderte Mageninhalt mit großem Knochensplitteranteil. Teilweise operativ müssen die Folgen behandelt werden. Greifen Sie am besten zurück auf Kauknochen vom Tierfutterhersteller.

 

Zahnreinigung_bei_Katzen

Bildquelle: © Verbindung Deutscher Tierfreunde e.V.

Tiefrotes Zahnfleisch bei Katzen

Mundgeruch, übermäßige Speichelproduktion, Verhaltensveränderung und kein Hunger sind Symptome, welche im Zusammenhang mit tiefrotem Zahnfleisch auftreten und keine Ausnahme. Diese Entzündung des Zahnfleisches steht eng in Verbindung mit hohen Schmerzen. Der Tierarzt versschreibt meist Entzündungshemmende Medikamente, welche auch im ersten Moment gegen die Symptome helfen. Besser ist jedoch, wenn Sie nicht die Symptome behandeln, sondern die Ursache. Lassen Sie Ihre Katze genau untersuchen, am besten mit Röntgenbildern und lassen Sie vom Arzt einen Behandlungsplan aufstellen.

 

Kaninchenzähne abknipsen

Die langen Schneidezähne von Kaninchen wurden früher häufig abgeknipst, dies verursacht Haarrisse und trägt weitere Schmerzen zur Folge. Die Schneidezähne wachsen ein Leben lang und sind spröde wie Glas, natürlicher Weise kürzen sie sich durch das Raufutter. Am besten gehen Sie zum Zahnarzt und lassen sie dort mit einem Diamantenbohrer kürzen.